Der Umbruch Teil 1: Das Geldsystem und dessen Folgen

Man muss nun wirklich kein Prophet sein, um zu erkennen, was mit großen Schritten auf diese Gesellschaft zukommt, sondern man muss sich nur ein wenig in Geschichte und mit dem Geldsystem auskennen.
Goldmünze Krügerrand 1OZ 1/10 Oz

Solider Sachwert mit hoher Wertedichte, schon seit tausenden Jahren: Gold.

Der in der Geheimlehre vorhergesagte Umbruch hat natürlich metaphysische Ursachen, die karmisch und zyklisch bedingt sind und als primär angesehen werden. Dennoch sind für uns nur die Ursachen auf der physischen Ebene wahrnehmbar. Während Ersteres glaubensbasiert ist, gründet Letzteres auf harten, nachvollziehbaren Fakten. Hier geht es also abseits der philosophischen Themen nur um die harte Realität.

Und das Folgende mag einigen wie Schwarzmalerei vorkommen, aber jeder der sich nur halbwegs damit auskennt weiß, dass es definitiv nicht die Frage ist, ob das Geldsystem kollabiert, sondern nur wann. Warum das so ist, hilft dieser Artikel zu klären.

Sich unbegründet oder überhaupt sich Sorgen um die Zukunft zu machen, ist eine Art der Schwarzmalerei und unvernünftig, aber sehenden Auges unvorbereitet den vor uns liegenden unvermeidlichen Wirren zu begegnen, und daa womöglich in Verantwortung auch anderer Menschen, bspw. seiner Kinder, ist grobe Unvernunft gepaart zumeist mit Feigheit, den nackten Tatsachen des Lebens, hier des Geldsystems und dessen Konsequenzen, ins Gesicht zu schauen. Wer dafür mutig genug ist, muss nach dieser theoretischen Vernunft auch die praktische Vernunft folgen lassen, d.h. er muss dann auch entsprechend reagieren und Vorsorge treffen.

Der Artikelserie ist in drei Teile gegliedert. Es geht zuerst um die Gründe, d. h. hier um das Geldsystem, im zweiten Teil wird es um ein sehr wahrscheinliches Szenario gehen und im dritten und letzten Teil der Serie gebe ich wichtige Tipps, um entsprechende Vorsorge zu treffen.

Das Papiergeldsystem

Man kann sich heute relativ einfach über das Geldsystem informieren, ob mit kritischer Literatur oder auf entsprechenden Internetseiten. Ich werde hier nicht in Details gehen und herleiten, wie nun alles begann, sich entwickelt hat und im Detail funktioniert. Es handelt sich mehr um einen groben Überblick, eine sehr kurze Zusammenfassung der wesentlichen Sachverhalte. Ein Zitat des bekannten amerikanischen Industriellen Henry Ford (1864-1947) trifft diesen Nagel in Kurzform mitten auf den Kopf:

Es ist gut, dass die Bürger der Nation nicht unser Banken- und Geldsystem verstehen, denn wenn sie es würden, glaube ich, gäbe es eine Revolution vor morgen früh.

Fakt ist: Das derzeitige Geldsystem ist ein reines Papiergeldsystem, d. h. es ist ohne jegliche Sachwertbindung wie bspw. durch eine Golddeckung. D. h. die zuständigen Institutionen können soviel Geld erzeugen, wie sie es für richtig halten, da es nicht mehr mit einer Sachwertdeckung (Sicherheit) korrelieren muss. Zwar sind die Zentralbanken theoretisch unabhängig und um die Geldwertstabilität bemüht, aber die Praxis sieht leider für jeden wahrnehmbar auch hier ganz anders aus, denn im Augenblick werden die Banken mit Geld geflutet, die Geldmenge wächst und wächst.

Inflation

Innerhalb des Systems und in einem Markt basierend auf Angebot und Nachfrage bedeutet das als spürbare Konsequenz: durch die immer schneller wachsender Geldmenge gegenüber den viel langsamer wachsenden Sachwerten wird einen Preisananstieg der Sachwerte erzeugt. Man stelle sich vor, man hat einen seltenen Apfel zu verkaufen (knapper Sachwert) und drei potenzielle Käufer, die alle jede Menge Geld haben (hohe Geldmenge) mit der Folge, dass man den Apfel sicher zu einem sehr guten Preis verkaufen kann (Preisanstieg). Aber wer Inflation als Preisanstieg versteht denkt zu kurz, denn es ist genau genommen eine Geldentwertung. Dadurch, dass die Geldmenge schneller als die Menge der Sachwerte steigen, wird natürlich das Geld weniger Wert oder einfach gesagt: Was viel da ist, ist einfach weniger Wert, so auch mit dem Geld.

Diese Geldentwertung oder Inflation liegt offiziell bei ca. 1-2%, was natürlich nur noch die glauben, die auch noch die Arbeitslosenstatistiken des Staates glauben. Was den täglichen Bedarf angeht liegt die Inflation aktuell eher zwischen 5% und 10% per Anno. Wer also sein Festgeld bei 2% Zinsen anlegt und das in einem Jahr mit 10% Inflation, hat 8% minus gemacht, d.h. er kann sich von dem Geld 8% weniger kaufen, als noch das Jahr zuvor.

Die Euroumstellung war eine verdeckte oder "gefühlte" Inflation. Die Umstellung erfolgte 1:2 und die Preise stiegen in kurzer Zeit auf das doppelte, d. h. 50% Inflation oder Geldentwertung innerhalb weniger Jahre. 2% Enteignung, versteckte Steuer, Inflation pro Jahr ist das Ziel der Zentralbanken, für dessen Einhaltung (nur noch aufgrund statistischer Tricks) sie dann auch noch gelobt werden.

Geldhoheit

Die Geldhoheit liegt heute bei den Banken und nicht mehr beim Staat, d.h. der Staat kann sich nicht etwa sein eigenes Geld erzeugen und es (zinsfrei) verwenden, sondern er muss es sich bei den Banken gegen Zinsen leihen. Die hohen Schulden die der Staat hat, währen also gar nicht nötig, wie auch die Zinsen die darauf bezahlt werden müssen, wenn er die Geldhoheit noch selbst hätte.

Als noch der Staat oder genauer die Könige die Geldhoheit hatten, haben sie mit den Bürgern immer große Probleme bekommen, wenn sie regelmäßig Bankrott gegangen sind, da der Schuldige ja genau feststand. Da aber heute die Geldhoheit nicht mehr beim Staat liegt, der sich nun den "Sachzwängen" unterordnen muss, der Schuldige immer "der Markt" ist, die Inflation ja nur mehr oder weniger "gefühlt" wird, die systemgefährdenden Ereignisse stets "unvorhersehbar" und "zufällig" passieren und die Reaktionen darauf natürlich "alternativlos" sind, hat man es im Grunde als Staat heute relativ einfach.

Das Sagen hat natürlich derjenige, der die Geldhoheit besitzt und sicher nicht derjenige, der sich das Geld leihen muss. Der Staat ist nur dafür zuständig, das jeweilige Geld als gesetzliches Zahlungsmittel durchzusetzen und die Politik der Banken bürgernah zu gestalten, was so viel heißt wie Lügen, dass sich die Balken biegen, meistens besorgen das wohl die Berater und die Politker reden oft wohl nur vertrauensselig nach. Wer noch daran glaubt, dass die Maßnahmen der Politiker aufgrund deren Dummheit fast immer das Gegenteil von dem bewirken, wofür es eigentlich gedacht oder besser den Menschen verkauft wurde, der macht es sich ein wenig zu einfach.

Die Sicherheiten die der Staat hat sind natürlich seine Sachwerte bzw. das Vermögen und die Werte des Volkes. Da die geschätzten 5 Billionen Vermögen der Deutschen ca. 2,1 Billionen Schulden des Staates gegenüberstehen, ist rein theoretisch natürlich noch eine Menge Luft nach oben. Da die 2 Billionen jedoch die offiziellen Zahlen sind, bin ich mir persönlich nicht so sicher, Stichwort "versteckte Schulden" (s. Wikipedia), denn es kursieren auch Zahlen um die 6 Billionen Euro und zu verschenken haben die Banken bzw. deren Besitzer natürlich nichts.

Und nebenbei bemerkt, Deutschland hat während seines Bestehens noch nicht einen Cent Schulden zurückgezahlt! Mittlerweile machen nur die Zinsen auf die Staatsschulden den zweitgrößten Posten im Bundeshaushalt aus, derzeit ca. 60 Mrd. EUR jährlich und das alles bei derzeit sehr niedrigen Zinsen. Nicht auszudenken, wenn die Zinsen mal kräftig steigen, man könnte wohl auch sagen, wenn die Daumenschrauben angezogen werden.

Schuldenzwang

Es ist ein Schuldgeldsystem, d. h. das ganze System funktioniert nur mittels Verschuldung der Privatpersonen, Unternehmen und Staaten. Ein 50 EUR Schein ist nichts weiter als eine Schuldquittung. Das Geld entsteht bei den Zentralbanken von dort leihen (Schuld) es sich die Geschäftsbanken und von denen leihen (Schuld) es sich die Staaten, Firmen und Personen.

Der Grund für den Schuldenzwang ist die Tatsache, dass es ein Zinssystem ist. Folgendes Bsp. zur Verdeutlichung, ein Geldsystem mit zwei Personen: Person A hat 10 EUR und Person B keinen EUR, insgesamt sind im System also 10 EUR. Nun leiht sich B von A die 10 EUR zu 10% Zinsen für 1 Jahr. Am Ende des Jahres verlangt also A die 10 EUR + 1 EUR Zinsen zurück. Nur wo soll der 1 EUR Zins denn herkommen, wenn doch nur 10 EUR Geld (Sachwerte spielen dabei erstmal keine Rolle) im System sind? Darauf gibt es in diesem System nur eine Antwort: Neue Schulden = Schuldenzwang durch Zinsen. Lässt man sich einmal darauf ein, hat man im Grunde schon verloren.

Der Klassiker auf diesem Gebiet ist das Video "Gib mir die Welt plus 5 Prozent" wobei man 45 min Zeit haben sollte, denn es wird im Rahmen eines Trickfilms wirklich die komplette Geschichte des Geldes und Funktionsweise des Geldsystems abgehandelt, sehr verständlich, äußerst interessant und leider auch sehr ernüchternd. Für mutige und mündige Bürger natürlich ein Muss.

Der Schuldenzwang wird aber auch aus einem anderen Grund heraus befeuert.

Zinseszinsens und Bankbilanzen

Da sich Bilanzen in Aktiva und Passiva immer ausgleichen müssen, die Guthaben und Schulden in den Bankbilanzen aber auf verschiedenen Seiten stehen, müssen, wenn die Guthaben wachsen, natürlich auch die Schulden wachsen oder anders gesagt: Was dem Einen seine Schulden sind, ist dem anderen sein Vermögen.

Zinseszins bedeutet die Verzinsung auch der Zinsen. Da es also auch ein Zinseszinssystem ist, gehen die Guthaben mit der Zeit in ein exponentielles Wachstum über, denn die Zinseszinsformel ist eine Exponentialfunktion, d.h. zuerst ein sehr langsamer Anstieg und dann ein relativ plötzlicher Anstieg gegen unendlich. Und da sich Aktiva und Passiva oder Schulden und Guthaben in den Bankbilanzen ausgleichen müssen, so müssen natürlich, wenn die Guthaben plötzlich exponential wachsen, auch die Schulden exponential wachsen.

Das ist aber im Normalfall unmöglich, auch, da ja Sicherheiten (Sachwerte) begrenzt sind. Wenn also in einem solchen System die Verschuldungsmöglichkeiten und damit das Verschuldungswachstum dem Ende entgegengehen, weil alle bis über die Ohren verschuldet sind, auf der anderen Seite aber die Zinsen und Zinseszinsen an die aufgrund des Zinseszins immer schneller steigenden Vermögen natürlich weiterhin gezahlt werden müssen, dann entstehen Löcher in den Bankbilanzen – der Anfang vom Ende.

Sei ein paar Jahren ist nun ein Punkt erreicht, in dem also Firmen und Privatpersonen durch ihre Verschuldung nicht mehr das Schuldenwachstum aufbringen können, um die immer schneller steigende Guthabenseite in den Bankbilanzen zu decken und da diese Probleme als systemrelevant gelten, springt als letzte Instanz der Staat ein, um die Löcher in den Bilanzen der Banken zu stopfen. Es wird nicht etwa den verschiedenen Staaten oder gar Bürgern der Staaten geholfen, wie man meinen möchte, sondern den Banken bzw. deren "notleidenden" Besitzern. Irgendwann wird aber auch bezüglich der staatlichen Hilfe definitiv ein Punkt erreicht, in dem vor allem das Vertrauen in die Währung verloren geht und dann kippt das System.

Eingebaute Obsoleszenz

Mit allerlei Entwicklungen kann man das Leben eines solchen Systems verlängern, bspw. durch Produktivitätssteigerungen, billiges produzieren im Ausland, Währungsreformen mit Geldabwertung bzw. offener oder verdeckter Inflation, Ausweitung des Währungsraumes also der Bevölkerung, Vermögensabschmelzung bspw. durch Börsenchrahs, Staatshilfen, Bilanzrechtsänderungen für Banken etc. pp. Neben den geschichtlichen Fakten sind jedoch die genannten Faktoren allein bereits vollkommen ausreichend, um eines klar und deutlich erkennen zu können: 

Es handelt sich um ein System mit eingebauten Verfallsdatum. Was nun Henry Ford recht gibt ist auch folgende Tatsache: Die Banken bzw. Zentralbanken schöpfen Geld aus dem Nichts, deshalb nennen es manche auch spöttisch Fiat-Money, von Fiat Lux = Es werde Licht, hier Geld. Die Banken (genau genommen sind die Zentralbanken noch im Spiel) erzeugen also das Geld ohne Deckung (bedrucktes Papier und digitale Zahlen), verlangen aber nicht nur Zinsen vom Schuldner, sondern auch Sicherheiten. Das Risiko der Banken liegt bei 0, bestenfalls streicht man satte Zinsen ein, und wenn es "schief" geht, die Sicherheiten des Schuldners.

Kippt so ein System, dann passiert nichts anderes, als das neben dem Staatsvermögen auch das Volksvermögen also vor allem die als Sicherheiten von Firmen und Privatpersonen eingebrachten Sachwerte, in die Hände der Banken wandert und das ist im Grunde nichts anderes, als eine verdeckte äußerst brutale Enteignung, die über die Zinsen (die über die Preise jeder mitzahlen muss) bzw. Inflation ja ohnehin bereits schleichend Tag täglich von statten geht oder anders gesagt: Ein gigantischer Betrug in Raubrittermanier.

Wer nun glaubt, dass ein solches ungedecktes Zwangsschuldensystem mit eingebauter Enteignung zufällig entstanden ist oder davon ausgeht, dies alles könne ja nicht stimmen, weil ein so unfassbarer großer und absolut gewissenloser Betrug nicht möglich sei, schon gar nicht in einer freien demokratischen Welt, der gehört laut Henry Ford heute zu den guten Bürgern.

Man sollte aber nicht in Hass oder Gram verfallen, wenn man das erkennt, was ja für die Herzensreinheit nicht förderlich ist. Wir sind selbst Schuld, denn es ist doch nur gerecht, dass eine so unvernünftige Gesellschaft, die sich gegenüber der Natur Tag täglich ohne Bedenken und trotz besseren Wissen wie ein nimmersattes Raubrittertum verhält (Stichwort: Schande des Materialismus) auf der anderen Seite auch unter so einem Raubrittertum tag täglich und am "Zahltag" insbesondere zu leiden hat. Ich sehe es einfach als Karma der Gesellschaft und wenn jemand tugendhaft lebt und dennoch zwangsweise in diesem System leben muss, dann wird es dafür einen gerechten Ausgleich geben und er kann mich in der Tugend üben, zu leiden ohne zu klagen.

Im zweiten Teil der Serie geht es wie gesagt ein wahrscheinliches Szenario bezüglich der unvermeidlichen Unannehmlichkeiten unseres derzeitigen Geldsystems.

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