Überbevölkerung?

Das ist rein rechnerisch einfach vollkommen unmöglich!
Überbevölkerung

Grafik: Steven Otto

Immer wieder liest man von Überbevölkerung des Planeten und wie unangenehm sich diese Problematik in der Welt äußert. Das Leid des Hungers und Elends auf eine Überbevölkerung zurückzuführen, auch wenn dies allgemein so geglaubt oder angenommen wird, ist aber vollkommen absurd.

Das verdeutlicht ein ganz einfaches Rechenbeispiel:
Wenn jeder Mensch der aktuell auf der Erde lebt, 100m² Land zur Verfügung gestellt bekommt, dann passen alle Menschen dieser Erde, jeder für sich mit seinen 100m² Land in den US-amerikanischen Bundesstat Texas, der ca. 70 Mill. ha groß ist. Texas ist nicht ganz doppelt so groß wie Deutschland! Der ganze restliche Planet wäre dann Menschenleer. Das ist unbestechliche Mathematik und zeigt die wahre Relation zwischen der Planetengröße und der aktuellen Größe der Menschheit, d.h. ein klägliches Häufchen von 7. Mrd. Menschen, das in dem Wahn lebt, der Planet platzt aus allen Nähten und könnte die Menschheit nicht ausreichend ernähren.

Um das Ernährungspotenzial dieses Planeten aufzuzeigen folgende Rechnung: Allgemein wird angenommen das ca. 0,2 ha (oder 2.000m²) Land benötigt werden, damit sich ein Mensch ausreichend ernähren kann. Nun ist selbst die offiziell angegebene Agrarfläche pro Kopf dementsprechend aktuell noch nicht ausgeschöpft, wobei viele potenzielle Agrarflächen wie bspw. Wälder, die ein Drittel der Landfläche bedecken (10% davon Regenwald alles in allen ca. 5 Mrd. ha) ebenso wenig berücksichtigt sind, wie die erhöhte Effizienz durch eine gemeinsame Bewirtschaftung. Würden nur ein fünftel der Waldflächen (also ca. 1 Mrd. ha, es muss ja nicht der Regenwald sein) in Agrarland umgewandelt und bewirtschaftet, könnten sich weitere 5 Mrd. Menschen (a 0.2 ha) von diesen neuen Flächen ernähren. Auch das ist einfache Mathematik.

Eine tatsächliche Überbevölkerung auf diesen Planeten gibt es nicht. Die Ursache des Hungers ist nicht die Überbevölkerung und es kann vor allem sehr gut die verzerrte Sichtweisen aufzeigen, die aus heute populären Thesen erwachsen, hier also die tatsächliche Größe der heutigen gesamten Weltbevölkerung (7 Mrd.) im Verhältnis zu der Größe dieses Planeten bzw. seiner Landfläche, die ca. 15 Mrd. ha beträgt.

Texas oder die ca. 7 Mrd. Menschen a 100m² würden über 210 mal in diese Landfläche der Erde passen, d.h. dann würde es wohl in Anbetracht der klimatisch unbewohnbaren Landfläche des Planeten tatsächlich im wirklichen Sinne des Wortes richtig eng werden, aber dann würde es sich rechnerisch um ca. 1 Billionen oder 1.000 Mrd. und nicht um 7 Mrd. Menschen handeln.

Was nun den Hunger angeht, zitiere ich aus "Die Bilanz des 20. Jahrhunderts" (Harenberg-Verlag, 1994, S. 216):

Hunger ist ein Problem der Verteilung. Gemessen an der Getreidemenge, die auf der Erde insgesamt verfügbar ist, stünden jedem Menschen täglich ca. 3.400 kcal zur Verfügung (Bedarf: 2.400 kcal). Aber die armen Länder können nicht kaufen, was die Industrienationen zuviel produzieren. Hinzu kommt: Um den hohen Fleischkonsum der Reichen zu befriedigen, werden 47% des Weltgetreides an das Vieh verfüttert. Allein davon könnten 2,5 Mrd. Menschen zusätzlich ernährt werden.

 

Verschlagwortung: 

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