Mde. Blavatsky, Begründerin der modernen Theosophie

Helena Petrovna Blavatsky, die Sphinx des 19. Jh., war einer der bekanntesten, geheimnisvollsten, humansten und einflussreichsten Persönlichkeiten ihrer Zeit.
Madame Helena Petrovna Blavatsky, geb. von Hahn-Rottenstern

Helena Petrovna Blavatsky wurde als von Hahn-Rottenstern kurz nach Mitternacht am 12. August 1831 geboren, im damaligen Jekaterinoslaw, Russisches Kaiserreich, heute Dnepropetrovsk, Ukraine. Ihre Eltern waren Peter von Hahn und Helena Andrejevna, geborene Fadejew.

Ihr Vater war Hauptmann eines berittenen Artilleriebataillons und der Sohn des Generalleutnants Alexis Hahn von Rottenstein-Hahn, welcher einem deutschen Grafengeschlecht entstammte. Seit dem 18. Jh., als diese Familie nach Russland übersiedelte, stand sie in russischen Diensten. Helenas Mutter, die ebenfalls in Jekaterinoslaw geboren wurde, war eine vom ganzen Volk verehrte bzw. bekannte Schriftstellerin und die Tochter des Provinzgouverneurs Andrej Fadejew und der Fürstin Helena Pawlona Fadejew. Die Wurzeln der Fürstin Fadejew lassen sich zehn Jahrhunderte bis zum Großfürsten Rurik zurückverfolgen, einem Wikinger, dem Gründer des späteren Russischen Kaiserreichs, von dem als Fürst Rus, Russland auch seinen Namen trägt. Es gibt neben einem deutschen und russischen, aber auch einen französischen Einfluss in der Genealogie Helena Petrovna Blavatskys.

Kindheit, Jugend und Heirat - 1831 bis 1849

Ihre Kindheit war aufgrund der Tätigkeit ihres Vaters geprägt von ständigen Ortswechsel, auch später blieb dies so, als sie bei ihren Großeltern lebte, denn ihr Großvater war hoher Regierungsbeamter, der in verschiedenen russischen Provinzen eingesetzt wurde. Ihrer Schwester Vera wurde geboren, als Helena drei Jahre alt war. Ihre Mutter verstarb bereits mit 29 Jahren nach längerer Krankheit am 24. Juni 1842, als Helena elf und ihre Schwester Vera acht Jahre alt waren. Es waren nun ihre Großeltern mütterlicherseits, die Fadejews, die sich ihrer Erziehung in Tiflis und Saratow (Kaukasus) annahmen.

Auch ihre Großmutter, Fürstin Helena Pawlona Fadejew, war bereits eine Ausnahmeerscheinung, eine sehr sprachbegabte, angesehene, bekannte Wissenschaftlerin und Künstlerin und trotz ihrer hohen Stellung sehr sozial gegenüber den Armen. Helena studierte seit ihrer Kindheit die sehr umfangreiche Bibliothek ihres Großvaters intensiv und alles in Allen erhielt sie eine sehr gute Ausbildung, was für ein Mädchen zu damaliger viktorianischer Zeit sehr ungewöhnlich war.

Der Aussage ihrer Tante Nadjezdha (Nadja) Fadejev zu Folge fühlte sie sich bereits in ihrer Kindheit und auch später angezogen von der einfachen Lebensweise und zeigte sich dem Adel gegenüber betont gleichgültig. Zugleich hätte ihr vor allem ihre Offenheit Schwierigkeiten verursacht, denn sie sagte ihrem Gegenüber direkt ins Gesicht, was sie von ihm hielt. Und dennoch wäre sie immer bereit gewesen, für einen Freund alles zu tun und Bedürftigen alles zu geben. Und bereits in ihrer Kindheit besaß sie mediale bzw. psychische Kräfte.

In ihrer Jugend wurde sie als eigenwillige, geistreiche und sehr humorvolle junge Dame beschrieben, die das schwungvolle Gesellschaftsleben liebte. Mit sechzehn Jahren, so schreibt sie später, setzte jedoch eine Veränderung ein, seit der sie eine Art inneres "Doppelleben" führte, geheimnisvoll und zu diesen Zeiten ihr selbst unverständlich. Sie wurde dadurch ernster und vertiefte sich umso mehr in die mystische Literatur der Bibliothek ihres Großvaters.

Bereits kurz vor ihrem 18. Geburtstag heirate sie 1849 aus eigenen Antrieb heraus in einer Kleinstadt in der Nähe von Eriwan, im Schatten des Berges Ararat, den sehr viel älteren Oberst Nikifor Blavatsky und das zum großen Erstaunen ihrer Familie. Es stellt sich so dar, als wäre diese ihre Entscheidung für sie der einzige Weg gewesen, der gesellschaftlichen bzw. familiären Enge der viktorianischen Zeit zu entfliehen. Die Ehe wurde nicht vollzogen und Jahre später geschieden, denn nach drei Monaten flüchtete die junge Helena über mehre Stationen und unter größeren Komplikationen per Schiff nach Konstantinopel. So begannen mit einer großen Sehnsucht nach Freiheit, Mystik und Abenteuer ihre Wanderjahre. Als Frau unter diesen Umständen und zu ihrer Zeit war das alles andere als gewöhnlich und einfach.

Die Lehr- und Wanderjahre, 1849 bis 1858

Viel der folgenden Zeit bleibt im dunklen, da wenig Aufzeichnungen existieren und Helena nicht regelmäßig Tagebuch, sondern nur sporadisch ein Notizbuch führte. Viele Informationen aus dieser Zeit stammen bspw. aus Briefwechseln oder anderer Zeitzeugen, die ihr auf ihren Reisen begegneten.

Zuerst verlässt sie Russland und begibt sich 1849 - 50 in die Türkei, nach Griechenland, Ägypten und Frankreich. Wie sich später herausstellt war sie zu dieser Zeit oft als Mann verkleidet unterwegs.

1851 begegnet sie ihrem Meister Mahatma Morya erstmals leibhaftig auf der Weltausstellung im Londoner Hyde Park, zu der er als Mitglied einer indischen Delegation reiste. Sie kannte ihn bisher nur aus ihren Träumen, in der er seit ihrer Kindheit mitunter präsent war. Nun aber, an ihrem 20. Geburtstag, sollte sie ihn persönlich treffen. Wie sie später der Gräfin Wachtmeister schilderte, erklärte Morya ihr, dass er ihre Hilfe benötige bei einem Vorhaben, dass er gerade begann und sie würde deshalb auch einige Jahre ein Tibet zubringen müssen.

Was sich weiterhin rekonstruieren lässt sind Reisen ab 1852 nach Kanada, New Orleans, Mexiko, Südamerika, Westindische Inseln und von dort über das Kap der guten Hoffnung nach Ceylon und Indien. Gegenstand ihrer Reisen waren immer auch die verschiedenen mystischen Mythologien und Lehren der dort ansässigen Kulturen. Sie betrieb also keinen Müßiggang auf ihren Reisen, sondern studierte. 1853 versuchte sie über Nepal vergeblich nach Tibet einzureisen, was damals für Europäer als absolut unzugänglich galt. Konkret hatte sie der damalige britische Statthalter, der dies kurz nach ihrem Tod auch bestätigte, in Indien die Reise nach Tibet verwehrt.

Über Java reiste sie 1854 zurück nach England, wo sie sehr wahrscheinlich nocheinmal ihren Meister traf, der dort mit dem abgesetzten Maharadscha von Lahore, Dalip Singh reiste, der sich nachweislich in der zweiten Junihälfte in London aufhielt und auch Queen Victoria vorgestellt wurde. Anschließend reist sie wieder nach Amerika und überquerte dort mit einem Emigranten-Treck unter sehr schwierigen Bedingungen die Rocky-Mountains, bis sie San Francisco erreicht und sich gegen Ende des Jahres 1855 in Richtung Orient einschiffte, um über Japan und die Straße von Malakka das zweite mal Indien zu bereisen.

Sie veröffentliche zwischen 1878 und 1886 eine hochgelobte Artikelserie unter dem Pseudonym Radda-Bai zuerst in der "Moskauer Chronik", die später im Buch "From the Caves and Jungles of Hindostan" publiziert wurde, dass einige ihrer Erlebnisse während dieser Zeit bzw. ihrer Reisen, tlw. mit ihrem Meister oder Lehrer (der in dem Buch inter dem Pseudonym Gulab Singh erscheint) durch Indien wiedergibt.

Sie versuchte ein zweites Mal, nun über Kaschmir, nach Tibet einzureisen, währenddessen sie bis nach West-Tibet vorgedrungen sein soll, jedoch erreichte sie nicht ihr eigentliches Ziel, das Zentrum in dem sich die Adepten aufhielten, zu denen Mahatma Morya gehörte.

Die Reifhephase, 1858 bis 1868

1858 reiste sie über Java nach Europa mit einem Aufenthalt in Frankreich und Deutschland. Danach kehrte sie nach Russland zurück, wo sie am Weihnachtsabend ihre Schwester Vera und ihren Vater Oberst von Hahn wieder traf, die sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Winterlandsitz Veras Schwiegereltern bei einer Hochzeitsfeier aufhielten.

"Alle saßen beim Abendessen" erinnert sich Vera. "Kutschen voller Gäste trafen ein, und die Glocke in der Halle läuterte ununterbrochen. In dem Augenblick, als die Trauzeugen des Bräutigams sich mit Champagnergläsern in der Hand erhoben - in Russland ein feierlicher Augenblick - wurde wieder ungeduldig die Glocke geläutet." Vera, "einem unwiderstehlichem Impuls folgend" sprang auf und stürzte zur Überraschung aller selbst zu Tür, obwohl die Halle voller Bediensteter war. Sie war überzeugt ..., dass es ihre lang vermisste Schwester war! (Cranston, HPB, S. 97)

Und die Freude war riesengroß. Aber in der Hoffnung eines ausführlichen Berichts, den ihre Familie von Helena Blavatsky erwarteten, wurden sie enttäuscht. Später schrieb sie einem Briefpartner, dass es etliche Seiten in ihrem Buch des Lebens gäbe, die sie niemals enthüllen wird und das nicht etwa weil sie sich schäme, sondern weil sie ihr viel zu heilig sind. Zumal ihre orthodoxe Familie, so war sie überzeugt, wenn diese damals von ihrem Studium des Okkultismus gehört hätte, unwissend und kirchlich verblend zuallererst an einem Bund mit dem Teufel geglaubt hätte.

Was aber ihre Familie bemerkte waren seltsame Dinge die in Anwesenheit Helena Petrovna Blavatsks vor sich gingen. Vera berichtet von Klopfgeräuschen, die Helena kraft ihres Willens hervorrief und beeinflusste. Sie vermochte lt. Vera auch die geheimsten unausgesprochenen Gedanken anderer zu offenbaren. Damit begann auch die Phase ihres Lebens, während der sie bewusst zahlreiche und staunenswerte Phänomene hervorrief und das nicht nur im Beisein ihrer Familie, sondern auch in anderer Gesellschaft. Dies sprach sich natürlich schnell herum und ihr Bekanntheitsgrad stieg und das trotzdem die russische Zensur damals Veröffentlichungen über solche Themen nicht gestatte. Viele Skeptiker unterzogen sie den verschiedensten Prüfungen, um einen Betrug auszuschließen und dennoch hinderte sie nichts daran ihre Phänomene hervorzubringen. Sehr viele Skeptiker und selbst ihren erzkonservativen Vater und Bruder Leonid überzeugte sie letztlich von der Echtheit ihrer unglaublichen Phänomene und Manifestationen.

1860 reiste sie in den Kaukasus ab und war dort unter den heimischen Volksstämmen unterwegs. Und den folgenden Jahren erfährt sie heftige psychische und physische Krisen, während der sie die vollständige Kontrolle über ihre Kräfte erlangt. Und in dieser Zeit wurde sie auch das erste Mal sehr ernst krank, wie noch öfters in ihrem weiteren Leben und enige Male wurde oder musste ihr Leben sogar auf mehr mystische als ärztliche Art und Weise gerettet werden.  Diese Jahre, die sie an verschiedenen Orten in Russland verbrachte, waren auch eine Zeit intensiver Schulung.

Wieder genesen brauchte ihre Seele schnell wieder die Weite und Freiheit und so verlässt sie Russland und unternimmt ausgedehnte Reisen im Balkan, Ägypten, Syrien und Italien. 1867 hält sie sich nach einem Kurzaufenthalt in Südrussland bzw. Italien auf und wird bei der Schlacht von Mentana, bei der sie einige Tage mitkämpfte, am 03. November 1876 verwundet. In dieser Schlacht kämpfte sie auf der Seite Garibaldis, dem Befreier Italiens, gegen die Papisten und Franzosen. Um ihren Biografen Olcott dies später zu beweisen, zeigte sie ihren linken Arm, der von zwei Säbelhieben zerbrochen wurde und ließ ihn zwei Musketenkugeln fühlen, die im Muskel ihrer Schulter und ihrem Bein steckten.

Tibet und die Meister, 1868 bis 1870

1868 reiste sie mit Meister Morya nach Indien und von dort nach Tibet. Ihre später im Westen bis dahin ungekannten Beschreibungen über die Stadt Xigazê und ihre großen Kenntnisse des Mahayana-Buddhismus, die ihr von zahlreichen angesehenen buddhistischen Gelehrten ihrer Zeit bescheinigt wurden, bezeugen zur Genüge, dass sie sich mehre Jahre in Tibet aufhielt und dort u.a. in Teile der geheimen Lehre Buddhas eingeweiht wurde. Sie studierte bspw. Das Buch des Dzyan bzw. die Texte, die später im Buch "Die Stimme der Stille" veröffentlicht wurden. Der hochahngesehene tibetanische Gelehrte Lama Geshe Lozang Jampsal äußerte sogar, als er die Übersetzung des Buches „Die Stimme der Stille“ von HPB laß, dass sie ein Bodhisattva sein müsse.

An einer Stelle in der Geheimlehre bezeichnete sie ihre Meister als weit fortgeschrittenere Schüler, als sie selbst es war. Ihre Meister waren keine Tibeter, sondern indischer Herkunft. Mahatma Morya (Meister M.) wurde in Punjab und Mahatma Koot Hoomi (KH) in Kaschmir geboren. Sie äußerte sich u. a. wie folgt zu diesem Thema:

Jenseits des Himalya gibt es eine Gruppierung von Adepten unterschiedlicher Nationalität, die dem Teshu [Panchem oder Penchen] Lama bekannt sind, mit denen sie zusammenwirken, und einige von ihnen Leben bei ihm, bleiben ihren wahren Wesen nach aber selbst den einfachen Lamas unbekannt – die in der Mehrzahl Ignoranten sind. Dort halten sich mein Meister und auch KH und verschiedene andere auf, die ich kenne; sie kommen und gehen, und sie alle stehen mit den Adepten in Ägypten und Syrien und sogar in Europa in Verbindung. (Cranston, HPB, S. 119)

Es umgibt diese ihre Meister, Mahatmas oder Adepten ein großes und sehr heiliges Mysterium, auf das sie später in der Geheimlehre näher eingeht. Und das es neben exoterischer auch esoterische, d.h. geheime (damals okkulte) heilige Literatur gibt, ist in der ganzen östlichen Welt bekannt. Ein Teil dieser Literatur dient der Geheimlehre Blavatskys als Grundlage. Ihre Lehrer waren es maßgeblich, dir ihr bei der Erstellung insbesondere der Geheimlehre behilflich waren und in diesem mystischen Umfeld des tibetischen Buddhismus finden sich demnach auch die Wurzeln der modernen Theosophie.

In den folgenden Jahrzehnten fand zum Teil ein sehr reger Briefwechsel zwischen den Mahatmas und Mde. Blavatsky bzw. anderen engen Mitgliedern der späteren theosophischen Gesellschaft statt. Und diese Briefe und ihr Wirken hatten vor allem zum Ziel, dem materialistischen Westen die hochphilosophischen Lehren des Ostens näherzubringen.

Und all das, was sie war und wofür sie bekannt wurde, verdankte sie ihren Lehren, so sagte sie es oft, auch wenn sie diese Offenheit später bereute, als sie mit ansehen musste, wie diese heiligen Menschen lächerlich gemacht und in den Schmutz gezogen wurden und sie letztlich zur Meinung gelangte, es wäre wohl besser gewesen, man hätte die Menschen glauben lassen, dass sie sich all ihre Lehren nur selbst ausgedacht hätte.

New York: Spiritismus, die Theosophische Gesellschaft und "Isis entschleiert", 1870 bis 1878

Von Tibet aus reiste sie 1870 nach Griechenland. 1871 schiffte sie nach Ägypten ein und entging bei einem Schiffsunglück nahe der Insel Spetsae am 4. Juli nur knapp dem Tod. Bis 1872 lässt sie sich in Kairo nieder und reist dann nach Syrien, Palästina, Libanon und kehrt anschließend zu ihrer Familie nach Odessa zurück. Dort blieb sie einige Zeit bevor sie sich nach einigen kurzen Reisen in Osteuropa nach Paris begibt. Dort wollte sie sich eingentlich länger niederlassen, erhielt jedoch 1873 die Weisung ihres Lehrers nach New York zu gehen.

Als sie sich gerade an Bord des Schiffes nach New York begeben wollte, begegnete sie einer sehr traurigen Frau mit ihren beiden Kindern und sie erfuhr, dass diese mit gefälschten Karten betrogen wurde und nun nicht ihren Mann nach Amerika nachfolgen könne. So kam es dazu, dass Helena ihr erste Klasse Ticket gegen vier dritte Klasse Tickets eintauschte. Wer eine Vorstellung hat, wie die dritte Klasse bei dieser mehrwöchigen Überfahrt unwürdig hausen musste und das Helena aus einem sehr gutem Hause kam, der kann diese große Geste der Menschenliebe richtig einordnen. Diese Geschichte sorgte an Bord für einiges Aufsehen, so dass auch die New Yorker Tribune darüber berichtete.

Im Sommer 1873 traf sie in New York ein und das fast vollkommen mittellos, auch weil die Unterstützung ihres Vaters ausblieb. Damals war New York noch recht klein und nahm sich gegen das heutige natürliche eher wie ein winziges Dorf aus.

Ihre erste Aufgabe lag im Bereich Spiritismus, eine Art religiöse Strömung, die im 19. Jh, sehr populär war und die sich mit der Kommunikation von Geistern mittels Medien, d.h. dafür sensitiver Menschen befasste. Diese Strömung begann bereits 1848 mit der psychischen Manifestation der "Rochsester-Klopfzeichen" und schöpfte ihre Kraft vor allem aus dem Beweis der Unsterblichkeit der menschlichen Seele, die sie durch derartige Phänomene bestätigt sahen. Spiritismus war zu Helenas Zeit durch alle Gesellschaftsschichten populär und sogar im weißen Haus wurden unter Lincolns Gattin Seancen abgehalten. Damals war Spiritismus noch gleichbedeutend mit Spiritualismus, heute versteht man unter Spiritismus eher Geisterbeschwörung und Spiritualismus als den Gegenentwurf zum Materialismus, d.h. ein geistiges Prinzip als Urgrund der Dinge anzunehmen.

Im spiritistischen Umfeld traf sie auch auf viele ihrer späteren Mitstreiter, bspw. 1874 auf Col. Henry Steel Olcott, studierter Landwirt, später Rechtsanwalt und während des Bürgerkriegs ein erfolgreicher Sonderbevollmächtigter gegen Korruption. Auch Helena hielt Seancen ab und wurde sehr bekannt dadurch. Sie erzeugte die Phänomene jedoch selbst und das ohne das Wissen der Übrigen. Sie nutzte die Strömung vor allem als eine Möglichkeit der Einführung der theosophischen Lehren im Westen, hatte aber als Fürsprecherin ein sehr ambivalente Haltung zum Spiritismus, zumindest bis zum Frühjahr 1875, als sie dann auch die sehr kritische theosophische Ansicht über Spiritismus öffentlich machen durfte.

Der theosophischen Lehre zu Folge bedeutet Spiritismus im Sinne der Geisterbeschwörung eine Degradierung menschlicher und göttlicher Seelen und eine Entehrung der Toten, die schon im Altertum als Nekromantie bzw. schwarze Magie bezeichnet wurde. Ihre ablehnende Haltung wurde besonders in einigen ihrer Briefe an ihre Verwandten sehr deutlich, in denen sie die Wesen, die mit spiritistischen Medien in Kontakt treten, als „ekelhafte, seelenlose Schatten irdischer Körper“ und als „Abschaum irdischer Leidenschaften“ charakterisierte, die der befreiten Seele der Persönlichkeit nicht folgen konnten und für ein zweites Sterben in der irdischen Sphäre zurückgelassen wurden. Anhänger der theosophischen Lehren Blavatskys lehnen eine solche Kommunikation bzw. spiritistische Praktiken begründet strikt ab.

In diesen Jahren machte sie auch wieder eine bedeutende psychische Entwicklung durch, die es nun ermöglichte, das ihr Meister noch direkter durch sie wirken konnte. Es verhielt sich in den ganzen Jahren zumeist so, dass sie tagsüber arbeitete und abends Gesellschaft im Salon ihrer Wohnung empfing. Diese Wohnung, das (rote) Haus steht noch heute (8th Ave & W 47th St, New York, 10036, USA, 1. Etage) diente auch als Hauptquartier der Theosophischen Gesellschaft. Vielen Berichten zu Folge war dies "der attraktivste Salon der Metropole", in der sich Menschen aller Religionen und Schichten und vieler Nationen, Wissenschaftler, Künstler usw. trafen und alle erkannten Madame Blavatsky als "intellektuelles Oberhaupt ihrer Rebellion" an, die allabendlich mit ihrem Wissen und ihrem Witz alle ihre Besucher tief beeindruckte.

Und auch hier spielte wieder die Hervorbringung von Phänomenen eine große Rolle, die sehr genau geprüft wurden, wahre "Wunder", wenngleich sie diese Phänomen vor allem auf ihre Willenskraft bzw. Beherrschung des Astralkörpers zurückführte. Für Materialisten und Skeptiker bestehen hier natürlich die größten Zweifel. Die hervorgebrachten Manifestationen waren verschiedenster magischer Art und reichten von Klopfgeräuschen, Materialisierung von Dingen, bewegen von Dingen ohne sichtbare Krafteinwirkung über das Hervorbringen von Musik bis hin zum regnen von Rosen etc. Und ein Betrug hinsichtlich dieser Phänomene kann ausgeschlossen werden, aufgrund verschiedenster, bekannter und hochgestellter, unabhängiger Zeugen und sehr eingehender Untersuchungen von Experten und Skeptikern auf diesem Gebiet, der Vielfalt der Phänomene, die zudem an den verschiedensten Orten und Zeiten auch ohne Vorbereitung zu Stande kamen.

Sie sollte diese Manifestationen vorführen, um vor allem der Wissenschaft ein neues interessantes Forschungsgebiet zu beweisen, d. h. auch den Beweis für eine geistige Welt zu liefern. Man kam später von dieser Praktik ab,  auch weil sich die Erkenntnis einstellte, dass dies nur ein Verlangen nach noch mehr Phänomenen und Beweisen hervorruft, aber nicht zwangsläufig das erwünschte Studium dieser Sachverhalte und der Drang diese wissenschaftlich zu erklären einsetzte.

1875 wurde am 8. September zusammen von 17 Personen die Theosophische Gesellschaft gegründet. Col. Olcott wurde Vorsitzender und Madame Blavatsky "Corresponding Secretary". Der enge Vertraute William Q. Judge als Rechtsanwalt den Rechtsbeistand. Später lautete das oberste Ziel dieser Gesellschaft die Bildung einer universellen Bruderschaft der Menschheit ohne Unterschied von Rasse (damals ein üblicher Begriff für Ethnie), Glaube, Geschlecht, Kaste und Farbe zu bilden. Im 19. Jh., ein Jahrhundert der Rassentheorien, war dies geradezu revolutionär. Die weiteren Ziele waren das Studium vergleichender Religionswissenschaft, Philosophie und Naturwissenschaften anzuregen und ungeklärte Naturgesetze und im Menschen verborgene Kräfte zu erforschen.

Im Herbst 1877 veröffentlichte sie ihr erstes großes Werk, "Isis entschleiert", was ein sehr großer und von den Kritikern gefeierter Erfolg wurde an dem auch der Theosoph Alexander Wilder einen großen Anteil hatte. Der erste Band trug den Titel "Theologie" und setze sich u.a. sehr kritisch mit den kirchlichen Dogmen auseinander, "enthält aber kein Wort gegen die reine Lehre Jesu" und der zweite Band "Wissenschaft" verbindet u.a. erstmals Esoterik und Wissenschaft. Und sie wurde mit Ehrungen geradezu überschüttet. Ihr Ansehen wuchs unaufhaltsam. Isis war neben der Theosophischen Gesellschaft nun der zweite Meilenstein für die neuzeitliche Theosophie und das darin enthaltene esoterische Wissen nicht nur unter Kennern eine Sensation.

Sie wurde im Juli 1878 amerikanische Staatsbürgerin und auch bei diesem Ereignis berichteten viele Zeitungen wieder ausgelassen. Bald darauf erhielt sie die Weisung ihres Meisters nach Indien umzusiedeln, um auch dort die theosophische Idee voranzutreiben. Sie reiste mit Col. Olcott am 17. Dezember 1878 nach Indien ab, um sich, nach einem zweiwöchigen Stopp in London, vorerst in Bombay niederzulassen.

Indien, die Geheimlehre, London, 1878 - 1891

Damit beginnt nun das letzte Kapitel im Leben der Helena Petrovna Blavatsky. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits aus aller Welt sehr viele bekannte Persönlichkeiten des 19. Jh. Mitglieder der Theosophischen Gesellschaft, die nun auch bereits mittels Ableger weltweit begann sich zu etablieren. Die Geschäfte der TG in Amerika übernahm W.Q. Judge. Der Auftrag für Blavatsky und Olcott in Indien lautete, sich nun auch für eine Wiederbelebung des am Boden liegenden indischen Glaubens einzusetzen. 1879 erschien erstmal die Zeitschrift "The Theosophist", was zwischen 1879 und 83 zu einem schnellen Wachstum der theosophischen Bewegung in Indien führte.

Geschwächt durch inneren Verfall und überwältigt durch Fremdherrschaft und die Angriffe der Missionare, befanden sich Hinduismus und Buddhismus Ende des 19. Jh. an einem Tiefpunkt; die gebildete Jugend spaltete sich rapide ab. Eine der dramatischsten Entwicklungen jener Zeit bestand in dem erstaunlichen Wiederaufleben beider Religionen, wobei die Theosophische Gesellschaft eine beträchtliche Rolle spielte, denn sie weckte das Verlangen nach Erneuerung. (Jackson, Oriental Religions an American Thougts)

Sie trugen in Indien, Sri Lanka, Bruma und Japan zu einer Stärkung des ursprünglichen Glaubens bei und wurden dafür hoch verehrt. In der Freiheitsbewegung Indiens spielte Mahatma Gandhi eine große Rolle und auch er fand erst über die Theosophie und Mde. Blavatsky zu einem Wiedererwachen seines eigentlichen Glaubens und erst auf dieser Basis war es ihm möglich, seinen Ruhm und unvergessenen Leistungen für das indische Volk zu gründen.

Im Dezember 1882 wurde der Hauptsitz der Theosophischen Gesellschaft nach Adyar, Madras, Indien verlegt, wo er sich noch heute befindet. Fast das gesamte Jahr 1884 verbrachte sie in Begleitung Olcotts und anderer in Europa, in Nizza und Paris, wo sie anfing an der Geheimlehre zu arbeiten, sowie auch in London und Elberfeld, Deutschland.

Sie kehrte nocheinmal kurz nach Indien zurück, denn der Wind drehte sich und bald schien nichts mehr so wie es war. Die ersten Verleumdungsaffären wurden publik und im Dezember 1885 wurde der Hodgson-Report veröffentlicht. Er wurde zuvor von R. Hodgson erstellt, der im Auftrag der Society for Psychical Research (SPR) die Phänomene rund um Madame Blavatsky untersuchte. Der Bericht bezeichnete sie als „gebildetste, genialste und interessanteste Schwindlerin in der Geschichte“. Dieser Report war eine Sensation und erschütterte bzw. schwächte die damalige noch relativ junge neuzeitliche theosophische Welt und diskreditierte die Vertrauenswürdigkeit Madame Blavatskys und ihrer Lehren immens und nachhaltig.

Denn es hat einhundert Jahre gedauert, bis das anerkannte Mitglied der SPR, Dr. Vernon Harrison, ein Experte in Sachen Fälschungsfragen, bewies, dass der Hodgson-Report vollkommen unhaltbar ist, die Anschuldigungen (vor allem Fälschung ihrer Phänome und der Meisterbriefe) falsch waren. Sofern sich die SPR an ihre eigenen Regeln gehalten hätte, hätte der Hodgson-Report niemals veröffentlicht werden dürfen. Die SPR hat daraufhin den Bericht in einer Pressemeldung 1986 unter der Überschrift „Madame Blavatsky wurde zu Unrecht beschuldigt“ widerrufen.

Damals aber war dies ein entsetzlicher Tiefschlag für Helena, ihre Lehren, ihr Wirken, ihre Mitstreiter und die Theosophische Gesellschaft. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich in diesen Jahren erheblich. Später, während ihre letzten Jahre, war sie zunehmend auch auf einen Rollstuhl angewiesen.

Im März 1885 verlässt sie Indien für immer und lässt sich zuerst in Würzburg bei der Gräfin Wachtmeister nieder, um weiter intensiv an der Geheimlehre zu arbeiten. 1887 verlegt sie ihren Wohnsitz nach London. Den Rat ihrer Ärzte, sich zu schonen, kommt sie nicht nach. Nach wie vor arbeitet sie unermüdlich den ganzen Tag an der Geheimlehre und für die Theosophische Gesellschaft und hält immernoch regelmäßig zur Freude der Gesellschaft ihre Salonabende ab. Im Frühjahr 1887 verlegt sie ihren Wohnsitz nach London. Zugleich bringt sie die Zeitschrift "Lucifer" heraus (Lucifer im Sinne des griechischen Prometheus und nicht im Sinne des finktionalen kirchlichen Teufels).

Der erste Band "Kosmogenesis" der Geheimlehre wurde am 1. November und der zweite "Anthropogenesis" am 28. Dezember 1888 veröffentlicht. Dies nun war der dritte sehr wichtige Meilenstein auf dem Weg zu einer theosophischeren Welt. Nach ihrem Tod wurde noch ein dritter Teil veröffentlicht, "Esoterik". Die erste Auflage war sehr schnell vergriffen und auch dieses Werk war ein großer Erfolg, wenngleich nun nach dem Erscheinen des erst 100 Jahre später widerlegten von Verleumdung vollen Hodgson-Report die Stimmen geteilter Meinung waren. Die Geheimlehre vermitteln ein geistiges, theosophisches Welbild und es ist ein monumentales bzw. epochales Werk im wahrsten Sinne des Wortes. 1889 veröffentlicht sie zudem noch die Bücher "Der Schlüssel zur Theosophie" und "Die Stimme der Stille".

1891, in der Nacht des 7. zum 8. Mai, starb sie im Hauptsitz der Theosophischen Gesellschaft London, nachdem sie sich schon Wochen zuvor immer mehr von ihren Schülern bzw. der Gesellschaft zurückgezogen hatte. Ihr Tod löste eine wahre Flut von Telegrammen rund um die Welt aus, ganz so, als wäre eine große Kaiserin gestorben. Die Zeitungen überschlugen sich und nicht nur die theosophische Welt trauerte um den Verlust einer ihrer größten Persönlichkeiten. Der Indian Mirror, eine der größten indischen Tageszeitungen schrieb am 15. Mai 1891:

Helena Petrovna Blavatsky hat auf dieser irdischen Ebene aufgehöt zu sein ... Sie gehörte weder dieser noch einer anderen Nation an. Die weite Welt war ihre Heimat, alle Menschen waren ihre Brüder ... ihr ganzes Leben verlief äußerst ungewöhnlich. Es gibt keinen menschlichen Maßstab, an dem man sie messen kann.

Ihren bisherigen Nachruhm angemessen zu würdigen würde mindestens einen Artikel wie diesen erfordern, zumindest um, wie hier hinsichtlich ihres Lebens, einen sehr groben Überblick geben zu können. Mahatma Gandhi, Albert Einstein, Gustav Mahler, William Butler Yeats, Wassily Kandinski, ob Wissenschaft, Religion, Philosophie, Musik, Literatur oder Kunst, der Einfluss Madame Blavatskys war beispiellos zu ihrer Zeit und ihr Wirken ebenso wie das der theosophischen Lehren durchdrungen von Menschliebe, Brüderlichkeit und Wahrheit.

Sie gilt heute als die Wegbereiterin der modernen Theosophie und allgemein der Esoteirk in der neuzeitlichen westlichen Welt und hat ihr Ziel, die Menschen vor allem von den Irrungen der krichlichen Dogmen zu befreien, zweiflesfrei insofern erreicht, als das diese verkrusteten, menschenfeindlichen Strukturen in den letzten 120 Jahren aufgebrochen wurden, um die Menschheit für das kommende Zeitalter vorzubereiten.


Dieser Artikel stützt sich auf das Buch: "H.P.B. Leben und Werk der Helena Blavatsky Begründerin der modernen Theosophie" von Sylvia Cranston und Carey Williams, Edition Adyar, 2. Aufl. 1995. Diese und über 10 Jahre recherchierte Biografie Helena Petrovna Blavatskys ist auch bei Kritikern anerkannt. Zudem wird diesem Buch auch im wissenschafltichen Kontext Gewicht beigemessen und oft rezitert, was dessen Seriösität und Objektivität unterstreicht.



 

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